Schnelleinstieg Liquiditätsplanung
Excel-Vorlage zur Liquiditätsplanung
Excel-Vorlage zur Liquiditätsplanung
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Die gebrauchsfertige Mustervorlage für Ihren Liquiditätsplan besteht aus drei Tabellenblättern.
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Eingabefelder sind gelb hinterlegt. Formelfelder sind grau. Formelfelder sind geschützt, zum Freigeben wählen Sie den Befehl "Blattschutz aufheben" im Register "Überprüfen" (Office 2007) oder im Menü "Extras"/"Schutz"(Office 2003).
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Im Blatt "Liquiditätsplan" wird die komplette Planung durchgeführt. Dabei werden Einzahlungen aus Umsatzerlösen und Auszahlungen aus Lieferantenrechnungen aus dem Blatt "Umsatz Plandaten" übernommen.
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Bitte beachten: Einzahlungen sind als positive Zahlen einzugeben, Auszahlungen als negative Zahlen.
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Im Blatt "Umsatz Plandaten" werden Einzahlungen aus Umsatzerlösen und Auszahlungen aus Lieferantenrechnungen detailliert mit Skontoabzug und Zahlungseingangsdauer/Zahlungsausgangsdauer geplant.
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Im Blatt "Tabelle weitere Planung" können Informationen zu den anderen Plandaten zusammengestellt werden, um die spätere Eintragung im Liquiditätsplan zu erleichtern.
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Und so nutzen Sie die Vorlage
Zur Verwendung der Vorlagendatei im Einzelnen:
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1. Bank und Kasse
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Bank- und Kassenbestände
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Tragen Sie die Bank- und Kassenbestände wie in der Checkliste unter Punkt 1) aufgeführt direkt im Tabellenblatt "Liquiditätsplan" ein.
Die Summe der Geldmittel der weiteren Monate wird aus den Einzahlungen und Auszahlungen errechnet.
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2. Einzahlungen
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Einzahlungen
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Für die Einzahlungen aus Umsatz nutzen Sie das Tabellenblatt "Umsatz Plandaten".
Tragen Sie hier die geplanten Umsatzerlöse, den Mehrwertsteuersatz sowie die durchschnittliche Dauer zwischen Faktura und Zahlungseingang ein wie unter Punkt 2.a) der Checkliste genannt.
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Umsatzerlöse (inkl. Skonto)
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Verwenden Sie Skontoabzug, so geben Sie auch den Skontosatz und den Prozentsatz der mit Skonto bezahlten Umsätze ein.
Dazu ist wichtig: Die Werte werden netto eingetragen. Dann errechnet die Vorlage die Mehrwertsteuer und damit die für Sie maßgebliche Umsatzsteuerschuld.
Die Excel-Vorlage errechnet daraus die erwarteten Einzahlungen und überträgt sie in den Liquiditätsplan.
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Errechnung der erwarteten Einzahlungen
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Das Beispiel zeigt in den rot markierten Zellen, wie sehr durch die verwendeten Zahlungsbedingungen der Zahlungseingang hinter dem Zeitpunkt der Rechnungsstellung im Januar nachhinkt. Nur 10 Prozent der Forderungssumme gehen noch im selben Monat ein! 30 Prozent folgen im Februar und 50 Prozent folgen im März. Das bedeutet: Bis alle Zahlungen eingegangen sind, ist es bereits April.
Die Vorlage überträgt die Werte in den Liquiditätsplan.
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Erfassen Sie nun die weiteren Einnahmen im Tabellenblatt "Liquiditätsplan", die unter Punkt 2 der Checkliste stehen, an den dafür vorgesehenen Zeitpunkten.
2.a) Mieteinnahmen und Provisionen, falls vorhanden
2.b) Kundenvorauszahlungen: Beachten Sie, dass dies nicht in der Umsatzplanung enthalten sein darf. In der Umsatzplanung wird nur die Endrechnung berücksichtigt. Der Umsatz und die Mehrwertsteuerschuld entstehen erst, wenn die Schlussrechnung gestellt wird. Sie müssen dann den Betrag der Vorauszahlung zu dem Zeitpunkt wieder abziehen, an dem Sie die Schlussrechnung stellen, sonst haben Sie den Betrag doppelt im Plan!
2.c) Zinseinkünfte, Beteiligungseinkünfte und Steuererstattungen
2.d) Kreditaufnahmen und Privateinlagen
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weitere Einnahmen
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3. Auszahlungen
Tragen Sie die Auszahlungen im Blatt mit negativen Vorzeichen ein!
3a) Die fixen Zahlungen sind so einzutragen, wie sie anfallen werden.
Am einfachsten ist es, systematisch vorzugehen: Zuerst werden die regelmäßigen Zahlungen für Personalkosten eingetragen. Dann folgen monatliche Zahlungen, wie Miete, PKW-Kosten usw.
Dann folgen alle regelmäßigen quartalsbezogenen oder einmaligen Zahlungen, wie Maschinenwartung, Versicherungen etc.
Sie können sich zur besseren Übersicht diese regelmäßigen Zahlungen im Blatt "Tabelle weitere Planung" zusammenstellen, bevor sie die Werte im Liquiditätsplan erfassen.
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Auszahlungen
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3b) Für die variablen Auszahlungen beginnen Sie mit den umsatzabhängigen Werten.
Die Auszahlungen an Ihre Lieferanten planen Sie im Tabellenblatt "Umsatz Plandaten". Verfahren Sie wie bei den Einzahlungen: Zuerst erfassen Sie die umsatzabhängigen Lieferanteneinkäufe. Dabei tragen Sie die Werte der geplanten Eingangsrechnungen netto ein, mit der zugehörigen Vorsteuer und dem geplanten Skontoabzug (je nach Zahlungsbedingungen). Die Vorlage errechnet Ihnen die Zahlungsbeträge.
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Ihre Lieferanteneinkäufe …
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Die Vorlage übernimmt die Eintragungen wieder in den Liquiditätsplan. Für die restlichen umsatzabhängigen Zahlungen des laufenden Jahres ist es am besten, die Posten der Checkliste systematisch abzuarbeiten:
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Fixkosten
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Schließlich folgen die Auszahlungen aus Finanz- und Investitionsbereich:
3c) Finanzbereich enthält Kreditzinsen, Tilgungen, Bankgebühren und private Entnahmen.
3d) Investitionen enthält alle Ausgaben für die Anschaffung von Anlagegütern.
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Zinsen, Tilgung & Co. sowie Investitionen
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Im untersten Bereich wird die Umsatzsteuerschuld aus der Planung der Umsätze und Eingangsrechnungen ausgegeben:
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Steuerschuld
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Die fertige Liquiditätsplanung im Beispiel liefert das folgende Bild:
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fertige Liquiditätsplanung
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Die unterste Zeile weist die Liquidität der Planungsperiode (des Monats) aus.
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Liquidität der Planungsperiode
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Die Erkenntnis aus dem eingetragenen Beispiel: Die Liquidität nimmt ab! Der Saldo der Ein- und Auszahlungen ist in den Monaten nach der Kreditaufnahme negativ.
In diesem Falle ist, wie die Bankbestände zeigen, die Liquidität noch nicht akut in Gefahr, aber durch den Geschäftsbetrieb wird in den ersten fünf Monaten keine neue Liquidität geschaffen, sondern die Zahlungsfähigkeit verschlechtert.
Geht dieser Trend während des gesamten Planungszeitraums (Jahres) weiter, so gibt das Grund zu handeln.
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Bei Existenzgründern kann der Spielraum, bis das Geschäft sich etabliert hat, noch länger sein als ein Jahr; dies ist im Businessplan erkennbar. Normalerweise sollte jedoch im Laufe eines Geschäftsjahres aus eigener Kraft Liquidität geschaffen werden. Es gibt viele Möglichkeiten, die Liquidität zu verbessern – ein Maßnahmenkatalog dazu wird im übernächsten Kapitel vorgestellt.